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Installation von LINUX und Anwenderprogrammen auf einem Arbeitsplatzrechner - eine praktische Anleitung



 

In diesem Artikel befassen wir uns mit dem Einsatz von LINUX auf einem Arbeitsplatzrechner. Wir beginnen mit der Installation dieses Betriebssystems, behandeln die wichtigsten Anwendungen unter der grafischen Benutzeroberfläche KDE, sowie die sog. 'office' Programme.

Die wohl bekanntesten 'office' Programme für LINUX sind: OPEN OFFICE ('freeware') und STAR OFFICE (jetzt ein kommerzielles Produkt, aber für unter 100 Euro immer noch erschwinglich). Diese Anwendungen stehen kommerziellen Produkten aus dem MS-Windows Bereich in nichts nach, soweit der normale Büroalltag betroffen ist.

OPEN OFFICE und STAR OFFICE beruhen eigentlich auf der gleichen Grundlage. Wenn Sie nach einer Möglichkeit suchen OPEN OFFICE auf den gleichen Stand wie STAR OFFICE zu bringen, aber ohne jegliche Kosten, bitte wenden Sie sich an den Verfasser, der Ihnen gerne einen Artikel dazu zusendet.

Wir haben für unsere Installation über den lokalen Buchhandel eine LINUX Distribution von RED HAT Version 7.3 erworben. Da eine RED HAT Distribution mit drei Installations CDs auch in Deutschland schon für rund 10 EURO erhältlich ist lohnt es sich auf jeden Fall diese anzuschaffen.

Sie erhalten z.B. bei  http://www.linuxcdversand.de  für diesen Preis die drei zur Installation notwendigen CDs, sowie eine CD mit der gesamten Dokumentation in englischer Sprache - s.a. das 'Green Shoe Angebot' - diese ist identisch mit der RED HAT Version und vollkommen legal, da jeder sich von der RED HAT Webseite die sog. CD images der drei Installations CDs herunterladen kann - es handelt sich schliesslich um 'open source software'. Lediglich der Name RED HAT darf für diese Distribution nicht verwandt werden.

Die hier beschriebene Vorgehensweise ist bei anderen Distributionen ähnlich.

Der erfahrene PC Benutzer verzeiht uns hoffentlich, dass wir uns manchmal mehr mit Details befassen. Diese sind aber nicht jedem geläufig und es sind oft gerade Kleinigkeiten, die nicht nur einem Anfänger zu schaffen machen, sondern auch dem geübten Benutzer viele Stunden zusätzlicher Arbeit verursachen können.

Wir gehen davon aus, dass Sie einen Rechner zur Verfügung haben, auf dem kein MS-Windows installiert ist, bzw. dass ein Löschen aller Daten auf der Festplatte dieses Rechners keine Rolle spielt.

Tipp:  Erstellen Sie sich bitte zuerst eine Checkliste mit den folgenden Informationen - dies kann Ihnen ersparen, dass Sie die Installation u.U. kurz vor Schluss abbrechen müssen und wieder von vorne beginnen. Viele Dinge können Sie aus Ihrer Windows Installation ersehen (Einstellungen, System).

Diese Liste sollte enthalten:

Maustyp (serial, PS/2)
Mausanschluss: normalerweise COM2

Modem Typ und Hersteller
Modemanschluss: normalerweise COM3

Von Ihrem ISP:

Telefonnummer zur Einwahl
Ihr 'user name'
Ihr Kennwort
Domain Name Server (primary)
Domain Name Server (secondary)
Search domain
Support Telefonnummer
SMTP Server Name
POP3 Server Name

Printer Hersteller und Modell

Hersteller der Grafikkarte
Typ der Grafikkarte
Arbeitsspeicher der Grafikkarte

Monitor Hersteller und Typ

Hersteller der Netzwerkkarte
Typ der Netzwerkkarte
Interrupt der Netzwerkkarte
Basisadresse der Netzwerkkarte

Soundkarte Typ und Hersteller

...

Es gibt zwei Installationsarten:

( 1 )   Direkt 'booten' von CD-ROM
( 2 )   Installation mit einer zuerst zu erstellenden Boot Diskette
 

zu ( 1 )  Direkt 'booten' von CD-ROM

Dies ist nur möglich falls das BIOS Ihres Rechners dies zulässt. Sie können dies leicht selbst feststellen:

Wenn Sie Ihren Rechner starten werden zuerst einige grundsätzliche Einstellungen des sog. BIOS ('binary input output system') überprüft bzw. ausgeführt. Sie finden auf dem ersten Bildschirm kurz nach dem Start den Hinweis, dass Sie durch Drücken der Taste mit Dezimalpunkt (im numerischen Feld rechts unten) in den sog. 'BIOS Setup' gelangen.

Wählen Sie dort 'BIOS Features Setup' (Eigenschaften des BIOS einstellen) und gehen Sie einmal durch die in der linken Spalte zu findende 'Bootsequence'. Meistens ist diese in der Reihenfolge: A, C angeführt was bedeutet, dass zuerst nach einem Betriebssystem auf dem Diskettenlaufwerk gesucht werden soll. Ist keine bootfähige Diskette eingelegt, dann wird Ihr Betriebssystem von der Festplatte (Laufwerk: C) gestartet. Falls Sie unter den Möglichkeiten auch eine Reihenfolge vorfinden, die mit "D" oder "CD-ROM" startet, dann können Sie LINUX von Ihrem CD-ROM Laufwerk aus durch Einlegen der ersten CD installieren, indem Sie diese Einstellung wählen und abspeichern.

Falls Sie keine Reihenfolge vorfinden, die mit "D" oder "CD-ROM" startet, dann belassen Sie bitte die ursprüngliche 'bootsequence', bzw. setzen diese auf A, C (oder behalten die vorherige Einstellung bei) und gehen zu Schritt ( 2 ) über:
 

zu ( 2 )  Installation mit einer zuerst zu erstellenden Boot Diskette

Sie benötigen eine leere, formatierte 3 1/2 Zoll Diskette und Zugang zu einem Computer auf dem zumindestens MS-DOS läuft.

Das Installationsbeispiel bezieht sich auf die von uns durchgeführte Installation mit der RED HAT Distribution Version 7.3, die Vorgehensweise ist bei anderen Distributionen jedoch ähnlich.

Um eine Boot Diskette zu erstellen, mit der Sie dann auch erneute Installationen und Installationserweiterungen durchführen können, benötigen Sie ein Programm von Ihrer LINUX CD genannt: rawrite. Die 'utility' rawrite finden Sie auf der LINUX CD im Ordner: \dosutils.

Gehen Sie bitte wie folgt vor:

- legen Sie die leere formatierte Diskette in das Diskettenlaufwerk ein (Laufwerk A)

- legen Sie die LINUX CD in das CD Laufwerk ein (Laufwerk D)

- gehen Sie zum sog. MS-DOS prompt ( C:\> ) und geben Sie die folgenden Befehle ein (fettgedruckt):

  C:\>d:
  D:\>cd\dosutils
  D:\dosutils>rawrite

  Enter diskette image source file name: ..\images\boot.img
  Enter target diskette drive: a:
  Please insert a formatted diskette into drive A: and press -ENTER-: [ENTER]

  D:\dosutils>

  'rawrite' kopiert nun die sog. 'image' Datei auf Ihre Diskette. Hinweis: Bei manchen Distributionen werden 2 Disketten
  benötigt.

Je nach gewählter Installationsart können Sie nun entweder direkt von der LINUX CD die Installation starten oder von der eingelegten Diskette.

In diesem Beispiel gehen wir von der Installation mittels der Boot Diskette aus, die Sie bitte in Laufwerk "A" des Rechners, den Sie für die LINUX Installation vorgesehen haben einlegen und dann den PC einschalten. Um die ganze Angelegenheit für Sie gerade am Anfang so einfach wie möglich zu machen drücken Sie bitte [ENTER]  wenn Sie um unteren Rand Ihres Bildschirms die Meldung  boot:  sehen.

Es sieht beim ersten Mal wohl sehr beeindruckt aus, wenn jetzt Dutzende von sog. 'boot messages' an Ihrem Bildschirm nacheinander aufgelistet werden - lassen Sie sich davon aber nicht abschrecken. Das System überprüft z.B. die an Ihren Rechner angeschlossene Hardware: Tastatur, Maus, Bildschirm usw. und viele andere Dinge mehr. Ein Eingreifen Ihrerseits ist nicht notwendig.

Nachdem jetzt noch alles in englischer Sprache ist, wollen wir aber auf eine u.U. auftauchende Meldung hinweisen (dies ist keine Fehlermeldung):

'Monitor could not be probed'    (oder ein anderes angeschlossenes Gerät)

Das Wort 'probe' bedeutet in diesem Zusammenhang "überprüfen". Wenn der angeschlossene Bildschirm also nicht gleich als passend befunden wurde, dann werden Sie später während des eigentlichen Installationsvorgangs Gelegenheit haben, den passenden Monitor auszuwählen.

Falls Sie genügend Arbeitsspeicher zur Verfügung haben (ab 48 MB) dann wird die Installation unter einer grafischen Benutzerfläche ablaufen, ansonsten unter einer reinen Textversion.

Tipp: Die grafische Benutzerfläche erleichtert die Installation ungemein (wir haben beide Installationsarten mehrmals durchgeführt) und empfehlen die Aufrüstung Ihres Arbeitsspeichers, falls Sie weniger wie 48 MB installiert haben - besser sind 64 MB RAM oder mehr.

Noch vor der Beginn der eigentlichen Installation wird überprüft, ob eine Maus vorhanden ist, ob Sie richtig angeschlossen ist und um welche Mausart es sich handelt (dies geschieht vor dem Starten der grafischen Benutzeroberfläche).

Hinweis: Auch wenn Sie Ihre Maus angeschlossen haben ist es möglich, dass diese nicht entdeckt wird, also none angezeigt wird.

Gehen Sie dann bitte wie folgt vor:

Wählen Sie aus der Liste Ihre Mausart aus - die meisten Benutzer verfügen wohl über eine Microsoft kompatible serielle Maus (MS-Compatible Mouse, serial) - sie erkennen dies an dem rechteckigen Stecker (eine sog. PS/2 Maus hat einen runden Stecker); markieren Sie bitte auch das Feld vor: Enable 3-button mouse. Normalerweise ist die Maus über den folgenden 'port' angeschlossen: COM2 - klicken Sie dann auf OK.

Falls sich die LINUX CD noch nicht im Laufwerk befindet werden Sie jetzt dazu aufgefordert diese einzulegen.

Bei genügendem Arbeitsspeicher startet jetzt die grafische Benutzeroberfläche in Englisch (ansonsten in Textform). Nach Auswahl der Sprache: German schaltet diese dann aber in die deutsche Version um. Auf dem nächsten Bildschirm werden die vorgefundene Tastatur, sowie die ausgewählte Maus zur Überprüfung auf Richtigkeit angezeigt.

Unter Maus konfigurieren sollte folgendes angezeigt werden:

Port:  ttySI    Gerät:  /dev/ttySI   (COM2 unter DOS)

Vergessen Sie bitte nicht das Häkchen bei:  Drei Tasten emulieren
 

Festplattenpartionierung einstellen ist wohl mit das wichtigste Kapitel bei der Installation. Nachdem wir davon ausgehen, dass Sie einen Rechner mit leerer Festplatte benutzen, bzw. die Daten auf der Festplatte nicht länger benötigt werden wählen Sie bitte folgendes aus:

Automatisches Partitionieren
Alle Partitionen löschen

Die einzelnen Partitionen werden wie folgt aufgelistet:

/dev/hda1   Boot Bereich
/dev/hda2   Daten und Programmbereich
/dev/hda3   'swap' Bereich

Die anzeigten Größen in MB hängen von der in Ihrem Rechner vorhanden Festplatte ab.

Wichtig ist es einen sog. 'swap' Bereich fester Grösse anzulegen, der die doppelte Grösse des zur Verfügung stehenden Arbeitsspeichers haben sollte (mindestens aber 32 MB). Der 'swap' Bereich dient dazu während des Betriebs vorübergehend nicht benötigte Programmteile aus dem Arbeitsspeicher auszulagern und bei Bedarf wieder aus dem 'swap' Bereich in den Arbeitsspeicher zu laden.

Markieren Sie in der Liste mit den angelegten Partitionen die Zeile: /dev/hda3  und klicken dann auf die Schaltfläche 'Bearbeiten' - dort legen Sie den 'swap' Bereich fest.
 

Als 'boot loader' empfehlen wir LILO, der im 'Master Boot Record' (MBR) installiert werden sollte, also auf:  /dev/hda
 

Für die Installation der Firewall empfehlen wir in diesem Fall Standard auszuwählen.

Die Konfiguration der Zeitzone und die Möglichkeit der Unterstützung weiterer Sprachen folgt auf den nächsten Bildschirmanzeigen.
 

Wie Sie später sehen werden gibt es zwei Arten von Zugangsberechtigungen bei LINUX:

Einmal den Zugang zur 'root', wo sich die wichtigsten Systemprogramme befinden und die sog. 'user accounts' für die Benutzer des Systems. Sie sollten zumindest einen Benutzer festlegen. Die Konfiguration könnte z.B. wie folgt aussehen:

Root Kennwort:   frankfurt        (nur Beispiele)

Benutzer:             joe
Kennwort:           berlin

Name:                  jm

Wie Sie später beim Starten Ihres Systems feststellen werden, müssen Sie sich einloggen. Dies sollten Sie normalerweise als Benutzer tun und nicht als 'root', also mit:  joe  und dem Kennwort:  berlin

Tipp:  Haben Sie die Anlage eines Benutzer 'accounts' vergessen müssen Sie sich als 'root' einloggen, also beim Einloggen das Wort: root und Ihr Kennwort: frankfurt eingeben.

Nachdem Sie diese Festlegungen getroffen haben geht es um die eigentliche Installation von LINUX und der Programmpakete.

Hinweis: Wir empfehlen zumindest einen Rechner mit 2 GB Festplattenkapazität (die Festplatte sollte auch schnell sein). Sie können mit einer 1.2 GB Platte auskommen, wie wir es in unserer Probeinstallation getan haben. Dies erforderte jedoch einige Abstriche bei den installierten Paketen.

Sie können unter den folgenden Installationsarten auswählen:  Workstation (Arbeitsplatz), Server, Laptop und benutzerdefinierte Installation.

Da es sich in unserem Beispiel um eine Installation auf einem 'stand-alone' Gerät handelt, wählen Sie bitte eine benutzerdefinierte Installation aus. Bei genügender Festplattenkapazität ist es nicht notwendig einzelne Pakete auszuwählen (siehe die Auswahlmöglichkeit am unteren Bildschirmrand), sondern einfach alle Pakete in den auf der nächsten Bildschirmseite angezeigten Kategorien auszuwählen.

Auf jeden Fall sollten Sie die folgenden Paketgruppen auswählen:

Drucker Support
Klassisches X Windows System
X Windows System
KDE
Support für Verbindungsaufbau
Dienstprogramme

Damit können Sie Ihr LINUX System schon auf einem Rechner mit einer 1.2 GB Festplatte installieren.
 

Zu den grafischen Benutzeroberflächen:

Sie müssen sich für eine der Möglichkeiten: GNOME oder KDE entscheiden, können aber bei genügender Festplattenkapazität auch beide installieren. Wir empfehlen Ihnen fürs erste Mal bei KDE zu bleiben.

Einige Informationen über KDE finden Sie sicher in dem Ihre Distribution begleitenden Handbuch, dann im umfangreichen Hilfesystem, das Sie jederzeit aufrufen können - und natürlich auch unter:

http://www.kde.org.

GNOME oder KDE sind vergleichbar mit dem Windows Desktop. Wie Sie später nach dem Start von KDE sehen werden ist das Menuangebot im Vergleich zu MS-Windows überwältigend.

Nachdem Sie Ihre Paketauswahl getroffen haben, beginnt die Installation, die einige Zeit in Anspruch nehmen kann (das kann über eine Stunde dauern).

Gerade wenn Sie einen älteren Rechner benutzen, kann es passieren, dass die Video Karte und/oder der Monitor nicht erkannt wurden - das sog. ' X Configuration Tool' erlaubt Ihnen nun diese Einstellungen vorzunehmen.

Tipp: Sollte Ihr Monitor ein älteres Modell und nicht in der Liste aufgeführt sein, so wählen Sie bitte einen der am Anfang unter GENERISCH aufgeführten Monitore (doppelklicken auf 'Generisch' öffnet die ganze Auswahlliste). Falls Sie sicher sind, dass es sich um einen SVGA Monitor handelt, dann wählen Sie diesen bitte aus. Hier hatten wir mit einem älteren Monitormodell bei der ersten Installation in Textform einige Schwierigkeiten, die jedoch bei einer Installation unter einer grafischen Benutzeroberfläche weniger ins Gewicht fielen. Es war uns schwer gefallen, den richtigen generischen Monitortyp herauszufinden. Sie können aber während der Monitorauswahl einen Test durchführen, der Ihnen anzeigt, ob die Anzeige Ihren Wünschen entspricht.

Auf demselben Bildschirm wird Ihnen angezeigt welche grafische Benutzeroberfläche Sie verwenden, ausserdem können Sie den Login-Typ wählen, was wohl meistens die grafische Benutzeroberfläche sein dürfte.
 

Eine 'boot disk' sollten sie auf jeden Fall erstellen, um in Ausnahmefällen Zugang zu Ihrem Rechner zu haben.
 

Herzlichen Glückwunsch - damit ist die grundlegende Installation abgeschlossen!
 

Entfernen Sie bitte alle Disketten und CDs aus den Laufwerken und starten Sie Ihren Rechner neu. Nach dem Ablaufen der 'boot messages' erscheint der sog. LOGIN Bildschirm, auf dem Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Kennwort als 'user' einloggen können (natürlich auch als 'root', was Sie aber nur tun sollten, wenn Sie ausdrücklich dazu aufgefordert werden - siehe auch o.a. Beispiel).

Die grafische Benutzeroberfläche KDE wird jetzt geladen, was eins bis zwei Minuten Zeit in Anspruch nehmen wird.

Nach dem Laden erscheint zuerst der KDE Assistent, den Sie wegen der landesspezifischen Einstellungen einmal durchgehen sollten.

Tipp: Wählen Sie im Assistenten für den Anfang eine minimale Anzahl von Elementen für die Kontrolleiste aus und unter Postion / Grösse: klein, da nimmt sie weniger Bildschirmplatz weg. Es werden 4 Arbeitsflächen angezeigt: wenn Sie in diesem Bereich rechts klicken können Sie dies auf 1 Arbeitsfläche für den Anfang verringern.

KDE Hilfe - in der Kontrollleiste als Rettungsring dargestellt - ist wirklich eine Hilfe für das gesamte KDE Paket. Es ist natürlich umfangreich und umfasst ganze Manuals für praktisch alles was Sie unter KDE machen können. Wenn Sie Ihre ersten Dokumente erstellt und gedruckt haben, Ihre e-mail empfangen und senden, sowie im Internet surfen können, sollten Sie sich die KDE Manuals systematisch erarbeiten. Anmerkung des Verfassers: wir machen das seit einigen Monaten nebenbei (immer wenn es unsere Zeit erlaubt und entdecken ständig etwas Neues). Auf der KDE Webseite: http://www.kde.org  finden Sie noch mehr und immer das neueste.

Das schönste daran ist wohl, dass wenn Sie verbesserte Module von KDE einsetzen möchten (herunterladen von der KDE Webseite) Sie niemand nach Ihrer Lizenz fragen wird, Ihre Computerdaten nicht ungefragt abgezogen werden um Sie auszuspionieren oder ähnliches, was heute dem PC Benutzer soviel Unbehagen verursacht. Sie können heute und in der Zukunft nach Herzenslust Ihr System auf dem neuesten Stand halten ohne dass Sie dies einen Cent kostet - not now, not ever!

...

Für einige der ersten Schritte wollen wir Ihnen hier noch einige Hilfestellungen geben:
 

Einrichten Ihres Druckers

Klicken Sie auf dem Desktop auf Control Panel und dann auf Printer Konfiguration. Sie werden zur Eingabe Ihres 'root' Kennwortes aufgefordert, es erscheint dann ein neues Window mit dem Titel: printconf-gui; klicken Sie auf die Schaltfläche NEU und legen einen Namen für Ihren Drucker fest, z.B. meindrucker und machen Sie ein Häkchen links bei: Lokales Gerät.

Klicken Sie bitte auf 'Weiter' - in der Geräteliste erscheint der Eintrag Ihres Druckers als:  /dev/lp0  und klicken wieder auf 'Weiter'. Nach der Auswahl des Drucker Herstellers (draufklicken) wählen Sie Ihr Modell - unter diesem wird dann der sog. Druckertreiber gelistet, den Sie durch Anklicken auswählen. Damit ist die Druckerinstallation abgeschlossen.

Wenn Sie dann ein Dokument drucken belassen Sie bitte die Einstellung:

Unix-LPD-Drucksystem (Voreinstellung)

Die Möglichkeiten die Ausführung des Druckvorgangs zu bestimmen gehen weit über das hinaus, was Sie unter MS-Windows gewohnt sind. Mehr finden Sie in den KDE Manuals.
 

Einrichten Ihres Modems

Dies sollte normalerweise kein Problem sein, sofern Sie kein sog. "WinModem" verwenden, die sich nur für die Verwendung in PCs eignen, die unter MS-Windows laufen - mehr Informationen finden Sie unter:  http://www.linmodems.org  (und auch wie Sie ein WinModem unter LINUX zum Laufen bringen).

Klicken Sie auf das "K" ganz links unten in Ihrer Kontrollleiste. Im sich öffnenden Menu finden Sie Internet, drauf klicken und dann KPPP (Einwahl ins Internet) auswählen.

Klicken Sie auf 'Einrichten', dann 'Neu' um die für Sie spezifische Verbindung festzulegen.

Tipp: Je nachdem in welchem Teil der Welt Sie Ihre Distribution erworben haben, sind bzgl. Ihres ISPs - Internet Service Providers - oftmals schon alle notwendigen Voreinstellungen (insb. für den normalen 'Dial-Up') vorhanden. Ansonsten gehen Sie bitte durch die Check Liste, die sie oben erstellt haben und übernehmen die notwendigen Angaben von Ihrer MS-Windows Installation. Für landesspezifische DSL Einstellungen verweisen wir Sie auf die KDE Dokumentation, bzw. klären Sie dies mit Ihrem ISP ab (in diesem Teil der Welt gibt es zwar ADSL; aus Kostengründen sind wir jedoch bei 'Dial-Up' geblieben).

Unter 'Verschiedenes' (ganz rechts) können Sie festlegen, ob Sie die Verbindungsanzeige in die Kontrollleiste einbinden wollen (also immer im Blickfeld haben möchten ob Sie 'on-line' sind).
 
 

E-Mail einrichten

Wählen Sie KMail aus dem Internet Menü aus, gehen Sie auf Einstellungen und wählen K-Mail einrichten.

Unter Identität geben Sie unter Allgemein Ihre E-Mail Adresse ein. Eine Signatur können sie ebenfalls festlegen.

Unter Netzwerk geben Sie unter Versenden Ihren Server ein: z.B. smtp.meinisp.de, unter Empfang Ihren Benutzernamen, z.B. karlheinz, Ihr Passwort, sowie in den meisten Fällen Ihren POP3 Sever ein: z.B. pop3.meinisp.de.
 
 

Konqueror einrichten

Auch dort gibt es ein Menü Einstellungen, in dem Sie ähnlich wie bei Ihrem jetzigen Browser Werte festlegen können.

...

Die Benutzung von Laufwerken, wie CD ROM und Floppy Disk funktioniert etwas anders wie Sie es von MS-Windows  her gewohnt sind. Um z.B. eine eingelegt Diskette benutzen zu können, müssen Sie diese zuerst 'mounten'. Machen Sie sich bitte mit der KwikDisk Utility vertraut und binden diese in Ihre Kontrollleiste ein.

Die Dateistrukturen sind etwas anders wie Sie es von MS-Windows her gewohnt sind. Machen Sie sich bitte in der Dokumentation mit den sog. Verzeichnissen vertraut, bevor Sie mit dem ersten Dokument beginnen.

...

Im Alltag werden Sie meistens mit der grafischen Benutzeroberfläche KDE abeiten. Da es sich jedoch um ein sehr umfangreiches Betriebssystem mit vielen zusätzlichen Anwendungen handelt, die nicht alle in den KDE Menüs erscheinen, können Sie auch auf die sog. Konsole zurückgreifen. Diese ist in etwa vergleichbar mit dem MS-DOS 'prompt' in MS-Windows.

Wenn Sie mit LINUX beginnen, dann sind Sie sich der Vielfalt der Programme, die Ihnen zur Verfügung stehen wohl kaum bewusst - viele Dinge, die Sie unter MS-Windows extra herunterladen / installieren mussten stehen Ihnen von Anfang an zur Verfügung.

Die sog. KONSOLE starten Sie von der Kontrollleiste aus (drittes Icon von links).

Da das Thema .PDF Dateien häufig nachgefragt wird:

Geben Sie einmal am prompt in der Konsole ein: xpdf  und schon haben Sie einen .PDF Datei Viewer geladen (ähnlich wie ACROBAT Reader). Haben Sie in Ihrem persönlichen Verzeichnis:  /home/karlheinz/  eine .pdf Datei gespeichert (oder auf einem anderen Datenträger - das 'mounten' nicht vergessen), dann können Sie auch eingeben:

xpdf /home/karlheinz/meindokument.pdf  und meindokument.pdf wird geladen.

Möchten Sie GHOSTSCRIPT als eine Alternative zu ACROBAT benutzen, um .pdf files zu erstellen, dann geben Sie in der Konsole am Prompt einfach ein:  ghostscript     ...

In den sog. man pages finden Sie viel über die Syntax der Befehle.

...

Das gleich mitinstallierte Paket KOffice genügt sicherlich einfachen Ansprüchen und wird laufend verbessert. Wir empfehlen Ihnen jedoch zum jetzigen Zeitpunkt entweder OPEN OFFICE oder STAR OFFICE zu installieren.

Ein kostenfreies Office Paket - auch für LINUX - ist erhältlich von:

http://www.openoffice.org

Der Download von OPEN OFFICE umfasst allerdings 70 MB, so erscheint es ratsam, sich für ca. 3 EURO das Programmpaket auf CD-ROM zu beschaffen (siehe den vorstehend angeführten LINUX CD Versand).

STAR OFFICE ist leider nicht mehr kostenlos erhältlich ( ~ EURO 90,-- ) ist aber in verschiedenen Distributionen schon enthalten. Die von uns benutzte LINUX Version von STAR OFFICE 5.2 war auf der Heft CD des Magazins CHIP ( Ausgabe: 9 / 2000 ) kostenfrei für alle Leser erhältlich. Vielleicht kennen Sie einen Abonnenten oder Leser der Zeitschrift CHIP, der Ihnen die Heft CD zur Verfügung stellen kann.

Weitere Informationen zu STAR OFFICE finden Sie unter:

http://www.sun.de

auf der Produktseite der Firma SUN Microsystems.

Es gibt die Möglichkeit OPEN OFFICE auf den gleichen Stand wie STAR OFFICE 6 zu bringen - und zwar kostenlos.

Bitte laden Sie sich den folgenden Dokumentsatz in .html format herunter, der Ihnen alles weitere erklärt.

 Open Office nachruesten ...
 

...

Sie wollen Ihre Windows Anwendungen z.B. Microsoft Office unter LINUX laufen lassen, dann informieren Sie sich bitte auf den folgenden Webseiten:

http://www.codeweavers.com

CROSS OVER von codeweavers hält was es verspricht - MS Office läuft gemäss unseren Erfahrungen einwandfrei unter LINUX.

Hinweis: Der Preis für CROSS OVER beläuft sich auf umgerechnet 80 EURO - beim Office Server Angebot von SUSE ist CROSS  OVER inbegriffen - s.a.  http://www.suse.de

...

http://www.vmware.com

ist eine anderer Anbieter, der mit seinem Softwareangebot MS-Windows unter LINUX simuliert.

Was Sie in den meisten Fällen wohl wirklich benötigen sind LINUX Anwendungen, die Ihre mit MS-Office erstellten Dokumente nicht nur lesen, sondern auch die Weiterbearbeitung, sowie den Austausch der Dokumente mit anderen ermöglichen. Sie sind also mit OPEN OFFICE oder STAR OFFICE bestens bedient. Die vorstehend genannten Möglichkeiten sind eigentlich für all diejenigen gedacht, die sich absolut nicht von MS-Office lossagen können.

...

LINUX ist, soweit die grafische Benutzeroberflächen betroffen sind, nicht schwieriger zu benutzen wie MS-Windows. Da es sich jedoch von der Konzeption um ein Betriebssystem handelt, dass Sie auch als Server von den Installations CD-ROMs mit dutzenden von angeschlossenen 'workstations' konfigurieren können sind der Komplexität kaum Grenzen gesetzt.

Es ging uns darum Ihnen einen Überblick über die Installation und Nutzung von LINUX auf einem 'stand-alone' PC zu verschaffen und Ihnen die ersten Schritte zu ermöglichen.

____________________________________________________________________________________________________
 

Anhang:
 

Da die Installation von LINUX Ihnen im Vergleich zu Ihrem jetzigen Betriebssystem eine völlig neue Welt eröffnet - und das praktisch kostenlos - bitte tun Sie sich selber einen Gefallen und gewinnen einen Überblick, bevor Sie sich in die Installation stürzen (wir sagen dies aus gutem Grund aufgrund unserer eigenen Erfahrungen).

Dazu wollen wir Ihnen die folgenden Anregungen geben.

Als Einführung in die Materie wird die folgende vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie herausgegebene Broschüre empfohlen: "Open-Source-Software - Ein Leitfaden für kleine und mittlere Unternehmen", die kostenfrei bei: http://www.bmwi.de angefordert werden kann (gehen Sie auf deren Webseite in der linken Menüleiste auf PUBLIKATIONEN um die Broschüre aufzufinden und zu bestellen).

Diese Broschüre ist eigentlich unverzichtbar um sich über den Stand der Dinge zu informieren und einen ersten Überblick zu gewinnen.

Weitere empfohlene Webseiten:

http://www.berlios.de

BerliOS hat es sich zum Ziel gesetzt die unterschiedlichen Interessengruppen im Umfeld der 'open source software' zu unterstützen und dabei eine neutrale Vermittlerfunktion anzubieten.

http://www.linux.de
 

Wir haben für unsere Zwecke und für die Erstellung dieser Artikel die 'distribution' von RED HAT Version 7.3 als Grundlage verwendet, da RED HAT der bekannteste Vertreiber von LINUX Produkten ist. Es gibt jedoch jede Menge anderer Anbieter, die RED HAT in nichts nachstehen - wir haben deren URLs ebenfalls zu Ihrer Information aufgelistet.

Andere Firmen sind: SUSE, MANDRAKE um nur zwei der namhaften Produzenten von 'distributions' zu nennen.

http://www.suse.de
http://www.mandrakelinux.com/de

Zurück zu RED HAT:

http://www.redhat.de

Unter dem Menü "Dokumentation" finden Sie alle benötigten Handbücher in deutscher Sprache als 'online' Version.

Auf der folgenden Webseite können Sie sich auch die Handbücher in englischer Sprache als .pdf files herunterladen und ausdrucken lassen.

http://www.redhat.com/docs/manuals/linux/
 

Zur ersten Preisorientierung über die offiziellen 'distributions' besuchen Sie bitte einmal eine Händlerwebseite - z.B. http://www.linuxland.de. Die sog. 'personal edition' der Version 7.3. von RED HAT kostet rund 65 EURO und enthaelt auch die gesamte Dokumentation auf CD ROM und DVD, STAROFFICE 5.2, sowie ein umfangreiches Handbuch.
 

Sie wollen eine preisgünstige 'distribution' erwerben. Dann empfehlen wir Ihnen die nachstehende Webseite zu besuchen:

http://www.linuxcdversand.de/

Besondere Beachtung sollten Sie dem 'Green Shoe' Angebot zu schenken.

LINUX Distributionen sind auch im Buchhandel erhaeltlich.
 

[ Anmerkung des Verfassers: Für unsere eigenen betriebsinternen Zwecke spielt der zur Verfügung stehende 'open source code' praktisch keine Rolle, da wir momentan nicht über die personellen Kapazitäten verfügen um einen sinnvollen Beitrag zu 'open source' Projekten zu leisten. Es geht uns darum einen praxisorientierten Vergleich der Betriebssysteme durchzuführen und für eine mögliche Umstellung unserer eigenen Computersysteme auf LINUX eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu gewinnen. Ein Schwerpunkt unserer derzeitigen Arbeit ist das Testen unserer eigenen Softwareentwicklungen, die wir ursprünglich zum Einsatz unter MS-Windows entwickelt hatten mit Hilfe von Emulatoren und anderen Anwendungen unter LINUX. Unsere Erfahrungen in diesem Bereich geben wir gerne weiter. ]
...

Die im Artikel genannten Firmen- und Produktbezeichnungen unterliegen nationalem  und/oder internationalem Urheberrecht,  bzw. sind eingetragene Warenzeichen der aufgeführten Firmen.

Microsoft, Windows, Windows 95, 98, ME, NT, 2000, XP, Office, Word, Excel, Powerpoint, Access sind entweder eingetragene Warenzeichen oder 'copyright' der Microsoft Corporation in den USA und in anderen Ländern.  © and ® :  Microsoft Corporation. All rights reserved.

Weitere © und ® : INTEL, AMD, Apple, Macintosh, Sun, Red Hat, Suse, KDE, Mandrake sind ebenfalls urheberrechtlich geschützt und/oder eingetragene Warenzeichen der jeweiligen Firmen.
 

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